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⌾ Guidohof

Ein Schritt zur Hofübergabe- 9ha Erweiterung der landwirtschaftlichen Flächen
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Der Guidohof ist seit 30 Jahren hier in unserer Gegend in Sachsen als Demeterhof in Familienhand bekannt. Wir tragen die Verantwortung und wollen den langjährigen Aufbau des Guidohofes und die Vorbesitzer in Ehren halten.
Ich, Silke Lucht, habe 1992 mit meinem damaligen Mann den Guidohof als einem Abrisshof mit 1ha Land übernommen und über die vielen Jahre den Hof aufgebaut. Ab 2019 habe ich den Hof mit damals 50 ha und ca 30 Mitarbeitenden mit viel Mut in die alleinige Verantwortung übernommen. Der Mut hat sich gelohnt, denn die Nachfrage nach regionalen Produkten nimmt zu und wir haben ein gutes Wachstum in allen Bereichen erfahren. Nun gilt es für die Zukunft zu denken und den Betrieb übergabefähig zu gestalten, denn meine zwei Söhne stehen in den Startlöchern, um den Hof weiterzuführen.

Der Hof ist mit Gemüseanbau, Jungpflanzenanzucht, Kartoffel- und Getreideanbau über die Jahre gewachsen. Wir verarbeiten einen Teil des Getreides in der eigenen Holzofenbäckerei und vermarkten alle unsere angebauten Produkte über die Ökokiste und den Hofladen. Das Getreide unserer auswärtigen Flächen wird über die ÖBS (Ökobauern Sachsen) verkauft. So haben wir mehrere Standbeine, die sowohl der Wirtschaftlichkeit als auch unseren Neigungen und Kenntissen gut entsprechen, wodurch sich das Konzept des Hofes rund anfühlt.

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Kartoffeln
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Gärtner im Kohlfeld
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Handgekneteter Zopf
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Holzofen

Die Vermarktung über unseren Hofladen und die direkte Belieferung von Kunden mit unserer Ökokiste nimmt auf dem Hof eine zentrale Rolle ein und ermöglicht vielen kleinen regionalen Betrieben den Absatz ihrer Produkte.

Im Weiteren werden viele Menschen durch die verschiedensten Hofveranstaltungen am Leben und Wirken des Hofes beteiligt. So stehen Lernerlebnis Bauernhof für Schulklassen, Behinderteneinrichtungen oder Kindergärten, Kräuterspaziergänge, Männer-, Frauen- und Abenteuercamps im Tal, Schwitzhütten, gemeinsames Singen und Tanzen, Visionssuche, Feuerlauf und sogar Schmiedekurse auf dem Veranstaltungskalender. Damit leisten wir einen Beitrag zur Umweltbildung, zum Erkennen der eigenen Wurzeln und einer sinnvollen Freizeitgestaltung in unserer Gegend.

Am zweiten Samstag im September (10.09.2022) feiern wir wieder unser alljährliches Hoffest. Mit Puppenspiel, Liveband und Musik zur Cafe-Unterhaltung, Schauschmieden, Knüppelkuchenbacken, Treckerrundfahrt, Hofrundgang sowie viele kulinarischen Genüssen und ein buntes Marktreiben mit regionalen Produkten aus dem Ökobereich werden wir das Fest gestalten. Kommen Sie doch gerne vorbei! --> Hier finden Sie weitere Veranstaltungsdetails

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mitmachen
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Hoffest

Was ist bei uns auf dem Hof gerade los?

Die schrittweise Übergabe an die nächste Generation ist schon voll im Gange:

Die Landwirtschaft und Bodenbearbeitung sowie die Mitarbeiterführung im gärtnerischen Bereich hat seit 2020 Paule Lucht übernommen. Er studierte in Eberswalde ökologischen Landbau. Nun werden von ihm neue Ideen, Strukturen und Innovationen für den Betrieb bereichernd eingebracht.

Für die Hofscheune, eine erweiternde große Baumaßnahme im Bereich Ökokistenvermarktung, ist Konstantin Lucht 2022 an den Start gegangen. Mit seiner Tischlerlehre steht er dem Handwerk nahe und kann sich hier in Organisation und Tatkraft einbringen. Er ist für die Mitarbeiterführung der Betriebshandwerker zuständig. Der Lieferservice hat mit 1200 Ökokisten pro Woche im derzeitigen Packraum die Kapazitätsgrenze erreicht. Für eine Weiterentwicklung des Hofes ist dringend die Erweiterung der Kühlmöglichkeiten und Packstraßen notwendig. Ein Seitengebäude wird dafür mit der Erhaltung der alten Bausubstanz und im harmonischen Eingliedern in die Hofgebäude ausgebaut.

Lebendiges Land und blühende Gemeinschaft in gemeinsamer Hand

Um uns ein weiteres Wachstum zu gewährleisten und mehr Boden für den Biolandbau zu sichern ist uns eine Zusammenarbeit mit Kulturland gelungen. Gemeinschaftliches Eigentum von biologischen Ackerland ist eine zukunftsweisende Alternative, wo auch Sie als Kundschaft sich beteiligen können. 9ha Ackerland konnte mit Hilfe von Genossenschaftsanteilen für unseren Ackerbau gekauft werden. Wir freuen uns über eine rege Beteiligung der Menschen in unserem Umfeld, um aus den kleinen Pflänzchen Guidohof vor 30 Jahren nun einen leuchtenden Zukunftswegweiser zu gestalten, der den Menschen zeigt, dass man mit Freude und im Einklang mit der Natur einen nachhaltigen Ort für eine gesunde und glückliche Erde gestalten kann. Dafür stehen wir ein!

"Wir, unser gesamtes Guidohofteam, begreifen unsere Arbeit als Aufgabe, möglichst vielen Menschen unserer Region Zugang zu gesunden, wertgeschätzten Lebensmitteln zu ermöglichen. Diese werden von uns nach den strengsten Richtlinien in der Biobranche, den Demeter-Richtlinien, angebaut und weiterverarbeitet. Unser Betrieb ist eine sogenannte Lebens-Landwirtschaft, d.h. alle Bereiche des Lebens werden in unser Tun und Handeln eingeschlossen."

- Familie Lucht und unser gesamtes Team in Landwirtschaft, Gärtnerei, Ökokiste, Hofladen, Bäckerei und Handwerk

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Team Guidohof

 Die Flächen

Unsere Gesamtlage wurde durch die Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner Kaiser&Schneider (Sophia und Benjamin vom Hof Schömbach) vervollständigt. Schon seit 2019 sind wir im engen Austausch durch eine Futter-Mist-Kooperation. Nun bot sich eine Fläche in der Nähe von Schömbach an, die beiden Betrieben die Bewirtschaftung mit Kleegras oder Getreide bietet. Wir gründeten die Mulde/Wiera KG und sind als zwei Betriebe an dem Flächenkauf beteiligt. So können wir dem Projekt mit Freude entgegen sehen und etwas Neues ins Leben rufen, wo wir unsere Berufungen zusammen und jeder Betrieb einzeln für sich leben kann.

In der Karte sind die Flächen, die wir zusammen mit der Kulturland-Genossenschaft gekauft haben, gelb markiert.

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Stimmen unserer Unterstützerïnnen

 

Anchors

Worum es geht

Seit Ausbruch der Weltfinanzkrise 2008 fließt immer mehr Spekulationsgeld von außerlandwirtschaftlichen Investoren in Äcker, Grünland und Wald als sicheren Hafen für ihre Geldanlage. Als Folge haben sich die landwirtschaftlichen Bodenpreise in Deutschland alleine in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. 

Heutige Hofübernahmen sind so häufig mit jahrzehntelanger Verschuldung verbunden oder finanziell untragbar. Obwohl Nachwuchs an motivierten, kompetenten Menschen in der Landwirtschaft vorhanden wäre, verfügen diese nicht über das notwendige Kapital, um Höfe und Land zu übernehmen. Bestehende Höfe stehen in einem unaufhörlichen finanziellen Überlebenskampf. Die Folge davon ist, dass immer weniger Menschen mit immer größeren Maschinen immer größere Flächen bewirtschaften. Soziale und ökologische Gedanken finden in dieser Art der Landwirtschaft keinen Platz. 

Wenn Bäuerinnen und Bauern sich selbst, ihre Tiere und Pflanzen und den Boden ausbeuten müssen, dann zahlen wir alle den Preis dafür, denn Landwirtschaft ist Gemeingut. Unser aller Gesundheit, individuell und als Gesellschaft, hängt daran, dass wir heute und für Generationen eine gesunde, vielfältige und handwerkliche Landwirtschaft betreiben. 

Um der Spekulation mit landwirtschaftlichem Land Einhalt zu gebieten, wurde die Kulturland-Genossenschaft ins Leben gerufen. Über die Kulturland eG können Kundïnnen, Bürgerïnnen und Freunde gemeinschaftlich Eigentümerïnnen von Boden werden. Dieser Boden wird so dem Spekulationsmarkt entzogen und langfristig an ökologisch wirtschaftende und regional eingebundene Betriebe verpachtet.

2000 Quadratmeter für eine gesunde Ernährung

Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung braucht jeder von uns 2.000 qm Landwirtschaftsfläche. Wäre es nicht schön zu wissen, was dort passiert, wer das Land bewirtschaftet, wie damit umgegangen wird?

Die Kulturland-Genossenschaft ermöglicht es Dir, für Deine 2000 Quadratmeter – oder weniger, oder mehr – reale Verantwortung zu übernehmen. Ein Genossenschaftsanteil kostet 500 Euro und sichert so 500 qm langfristig für den Arche-Wilhelminenhof. Um “Deine” 2000 Quadratmeter zu sichern müsstest du 4 Anteile erwerben. Aber gern auch mehr: für Deine Kinder, Eltern, Freunde...

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Über die Kulturland Genossenschaft

Die Kulturland eG ist eine Gemeinschaft von Bäuerinnen und Bauern und Bürgerinnen und Bürgern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, landwirtschaftliches Land aus der Spekulation zu befreien. Mit dem Geld aller Genossinnen und Genossen erwirbt die Kulturland eG landwirtschaftliche Flächen, um sie im Sinne einer modernen „Allmende“ langfristig zu sichern und zu günstigen Konditionen an Höfe, die ökologisch wirtschaften und sich darüber hinaus sozial öffnen und bewusst in ihre Region einbinden, zu verpachten.

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